Essen, essen, essen… ist doch ganz einfach

„Das ist so anstrengend.“ sagt meine Freundin Anett und verdreht die Augen. Ich habe ihr gerade erklärt, dass es besser wäre, wenn sie ihr Gemüse nicht roh isst, weil es ihr Darm nicht gut verträgt und wenn sie ihre Haferflocken über Nacht einweichen würde.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Alles, was nicht der Gewohnheit entspricht, erfordert eine Neuorganisation des Alltags. Wir sind das „schnelle“ organisieren von Nahrung gewohnt. Einen Chip in den Wagen, den vorgezeichneten Weg durch den Lidl laufen -greif links, greif rechts… im Wagen landet das, was man kennt, was die Familie isst und was sich ratz fatz zubereiten lässt.
Es ist so schön einfach und man muss nicht soviel denken – man denkt ja schließlich den ganzen Tag schon genug.
Gewohnte Abläufe geben uns Sicherheit, ein bisschen Beständigkeit – das Problem an der Gewöhnung ist allerdings, dass sie nicht immer positiv ist – dafür ist sie aber ganz fantastisch hartnäckig.

Gerade bei der Ernährung schlägt das Gewohnheitstier erbarmungslos zu. Warum soll man sich auch Gedanken machen… Essen ist all-verfügbar, man wird satt oder man isst eben Salat, wenn man der Meinung ist „Diät“ machen zu müssen.

Lasst die Nahrung euer Heilmittel sein

So akribisch und genau wir im Berufsalltag sind, so nachlässig sind wir oft mit unserer Gesundheit. Die Grundlage gesunden Lebens ist die Ernährung. Da beißt die Maus keinen Faden ab.


Der alte Hippocrates wusste bereits:


„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel,
und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippocratesgriechischer Arzt, geb. 460 v. Chr. auf der Insel Kos,
gest. in Larissa, (Thessalien) um 377 v. Chr.

Eine ausgewogene Ernährung trägt wesentlich zur Gesunderhaltung unseres Körpers bei – so weit so klar. Aber was heißt denn nun gesund?
Fragt man 20 „Ernährungsexperten“ wird man 20 Antworten erhalten und alles sind sicher irgendwie richtig.
Wichtig ist, dass die für DICH richtige Ernährung folgende Eigenschaften mitbringt:

Ernährung für Dich:

  • sie entspricht deinem Konstitutionstyp
  • sie lässt sich in deinen Alltag integrieren
  • sie sollte dir schmecken und nicht zur Qual werden
  • sie unterstützt dein Gesundheitsziel (z.B. ich möchte ein gesundes Gewicht erreichen / ich möchte meine Gelenke entlasten / ich möchte mein psychisches Wohlbefinden verbessern)
  • sie lässt „Ausreißer“ zu

Wo fängt man an?

1.) Formuliere, warum du an deiner Ernährung etwas ändern möchtest. Du legst damit deine Motivation fest. Der Änderungsgrund muss tief greifen und endlos gelten…. „ich will im Sommer im Bikini nicht fett aussehen“ reicht nicht, das ist nur ein punktueller Grund und wird nicht dazu führen, dein Ernährungsverhalten zu ändern – dieser Grund schickt dich nur in eine Diät, die (das garantiere ich dir) nicht funktioniert.

2.) Formuliere ein kurzfristiges und ein längerfristiges Entwicklungsziel
kurzfristig = operative, sofort umsetzbar, konkreter Zeitansatz z.B. in den nächsten 6 Wochen verzichte ich in der Woche Alkohol und verdopple die Gemüseanteile meines essen – nach 6 Wochen prüfe ich, wie es mir damit geht

langfristig = gefühltes, nachhaltiges Ziel was der Gesamtgesundheit dient z.B. im kommenden Jahr möchte ich achtsamer auf die Signale meines Körpers hören und seine Signale richtig interpretieren (z.B. Bedürfnis nach Ruhe, Bewegung, bestimmten Nährstoffen)

3.) Informierte dich über deinen Konstitutionstyp (Ayurveda), der dir verrät, welche Lebensmittel du gut verträgst und welche du nicht zu häufig zu dir nehmen solltest. (Ich helfe dir gerne bei der Ermittlung deines Konstitutionstyps – melde dich gern) Idealerweise lässt du einen Bluttest beim Arzt machen, der darüber Aufschluss gibt, ob du an einem Nährstoffmangel leidest. Lasse bitte besonders die Vitalstoffe B12, Vitamin D, Vitamin E sowie Jod und Selen prüfen.

4.) Vereinbare einen Termin – hier werden wir dein jetziges Essverhalten überprüfen. Fehlverhalten ermitteln und Alternativen finden. Wir werden außerdem „Ess-Motivationen“ überprüfen, die nicht mit „Hunger“ im körperlichen Sinn verbunden sind sondern die aus der Seele kommen, also Seelen-Hunger ist.

Auch meine Freundin Anett ist auf dem richtigen Weg – Schritt für Schritt integriert sie neues Verhalten in ihren Alltag, fühlt sich leichter und belastbarer und vor allem gesünder. Und so anstrengend war es gar nicht – Essen neu zu denken, vor allem wenn es sich so gut anfühlt.

Ich freue mich auf deinen Kommentar und deinen Anruf.

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